Tennisellenbogen

Der so genannte Tennisellenbogen (Epicondylopathia humeri radialis) ist eine schmerzhafte Überlastung der Untearmstreckmuskulatur am äußeren Oberarmknochen. Die Erkrankung zählt zu den häufigsten orthopädischen Schmerzursachen. Eine Ursache ist oftmals nicht vorhanden. Eine Überlastung bzw. unzureichende Pausen dazwischen können die Entstehung begünstigen. Der Tennisellenbogen ist eine meist sehr gut konservativ zu therapierende Erkrankung, die oftmals jedoch einige Monate anhält.

Um andere Ursachen für einen Tennisellenbogen wie Instabilitäten, Erkrankungen der Halswirbelsäule oder weitere Möglichkeiten auszuschließen, ist eine orthopädische Untersuchung unumgänglich. Bei lange anhaltenden Beschwerden kann ein Röntgenbild oftmals knöcherne Veränderungen im Bereich des Muskelansatzes nachweisen.

Therapie

Wichtigster Baustein beim Tennisellenbogen ist eine Kombination aus Dehn- und Kräftigungsübungen um Muskeldysbalancen im Bereich des Unterarmes zu beheben und dem Körper Signale für Reparaturmechanismen im Bereich des Muskel-Sehnenansatzes zu bieten. Auf der Seite gesundheitsinformation.de ist dieses exzentrische Training sehr anschaulich dargestellt:

Weblink: Kraft- und Dehnübungen beim Tennisellenbogen – Exzentrisches Krafttraining

Eine weitere Maßnahme mit meist schnellem Nutzen ist das Tragen eine Bandage, welche über Druck in den betreffenden Muskel eine Entlastung des Muskelansatzes erreicht. Eine solche Bandage kann im Rahmen der Sprechstunde verordnet werden.

Bei starken Schmerzen können auch kurzzeitige Infiltrationen mit lokalem Betäubungsmittel und Cortison helfen den Schmerz zu durchbrechen, um dann eine weitere Therapie mit Dehn- und Kräftigungsübungen überhaupt erst zu ermöglichen. Jedoch sollten hierbei maximal drei Infiltrationen innerhalb eines kurzen Zeitraumes gemacht werden, da ansonsten Schädigungen der Sehne auftreten können.

Bei frustranem konservativen Therapieverlauf oder einem Anspruch auf schnelle Genesung, beispielsweise beim Sportler, steht mit der Eigenbluttherapie (ACP) eine relativ neue Behandlungsmethode zur Verfügung, welche in den wissenschaftlichen Studien bislang vielversprechende Ergebnisse gezeigt hat.
Bei diesem Verfahren wird dem Patienten Blut entnommen und über eine spezielle Aufbereitung die Blutplättchen, welche die meisten Wachstumsfaktoren beinhalten, extrahiert. Diese werden dann an den betroffenen Sehnenansatz gespritzt und aktivieren dort Regenerationsprozesse.
Wir bieten das ACP-Verfahren in unserer Praxis an und beraten Sie gerne in unserer Sprechstunde.

Operation

Erst bei anhaltenden starken Beschwerden und ausgeschöpften konservativen Maßnahmen mit einem Verlauf von mindestens 6 Monaten sollte eine Operation in Betracht gezogen werden. Hierbei werden die degenerativ veränderten Sehnenanteile entfernt und zusätzlich der Knochen eröffnet, um über das frische Blut eine Heilung zu erreichen. Der Eingriff wird ambulant in einer örtlichen Betäubung des Armes durchgeführt.